Berufsstolz – kein Fremdwort (mehr) für die Pflege?!

Berufsstolz- kein Fremdwort (mehr) für die Pflege!

Angelika Zegelin und German Quernheim haben ein Mutmachbuch für den Berufsstolz in der Pflege geschrieben.

Es geht um den positiven Blick auf den eigenen Beruf.

Auf : https://pflege-professionell.at/berufsstolz-ist-lernbar findet man hierzu einen Artikel von den beiden, mit Auszügen aus dem Buch.

Die Beschreibung des Buches auf Amazon sieht wie folgt aus:

„Das Buch zeigt, wie wichtig Berufsstolz für Pflegende in Ausbildung, Lehre und Praxis ist. Die Autoren klären, welche Mechanismen und Strategien helfen, um diese Haltung zu entwickeln. Sie beschreiben die Facetten des Berufsstolzes mit Identität, Individualität, Leidenschaft, Mut, Selbstwert, Sinnhaftigkeit, Wissen und Bildung. Die Inhalte stärken professionell Pflegende und machen ihnen Mut, gegen chronische Belastungen und ethische Dilemmata aktiv vorzugehen und unwürdige Situationen zu ändern. Arbeitsporträts und Berichte aus der Praxis bieten konkrete Rollenmodelle und Umsetzungstipps. Die Autoren vermitteln die Grundlagen der Lobbyarbeit im Pflegeberuf. Sie zeigen Pflegenden, wie sie sich erfolgreich darstellen können und Selbstbewusstsein nach außen vermitteln und verkörpern können. Berufsstolz lässt sich in der Pflege nicht verordnen, anlesen oder kaufen. Aber die Autoren machen Mut. Sie geben konkrete Anweisungen und zeigen Pflegenden den Weg, wie sie mehr Berufsstolz entwickeln und Freude am zentralsten aller Empathie-Berufe gewinnen oder wiederbeleben können“ (https://www.amazon.de/Berufsstolz-Pflege-Mutmachbuch-German-Quernheim/dp/3456859996).

Wie schon konkret beschrieben, lässt sich Berufsstolz sicher nicht anlesen, jedoch ist der Impuls sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, schon ein großer Schritt, in die (wie ich persönlich finde) richtige Richtung.

Ein Auszug aus dem oben genannten Artikel, stellt sehr schön dar, wie umfassend der Pflegeberuf ist und welche Facetten er enthält. Wenn alle Pflegekräfte dies verinnerlichen würden in der Darstellung des Berufes nach Außen, dann wüsste unsere Gesellschaft noch einmal mehr, was die Pflege eigentlich ist und tut.

„Pflegearbeit ist eine unaufschiebbare Reaktion auf direkte menschliche Bedürfnisse. Eine Beziehung herzustellen inmitten der vielen Einflussbedingungen ist jeweils eine einmalige „Schöpfung“, deswegen spricht man von „Pflegekunst“. Diese Leistung sollte sichtbar sein und nicht nur dann auffallen, wenn sie nicht erbracht wird. Wenn Ihr Beruf zudem noch gesellschaftlich gewürdigt wird, lässt Sie das wahrscheinlich mit „stolzer Brust erfüllen“. Und wenn Sie feststellen, dass Ihre Dienstleistung durch Ihre persönliche und fachliche Art, Qualität und Individualität nicht so einfach von einer anderen ausgeführt werden kann, ja, dann fühlen Sie Berufsstolz.

Pflege hat die Gestaltung des Alltags umfassend im Blick und erfordert vielfältige und sensible Umgangsformen, ein fundiertes Hintergrundwissen nicht zuletzt in psychologischer Hinsicht und ganz individuell über den ihr anvertrauten Patienten. Wer daran zweifelt, erinnere sich einmal an seinen letzten Arzt- oder Krankenhausaufenthalt: Was ist Ihnen besser in Erinnerung: wie die Pflegefachperson die Spritze setzte oder wie (un-, freundlich, persönlich, ablenkend usw.) sie Sie dabei ansprach? Pflege ist das Ergebnis eines kreativen Prozesses und hat nicht nur die Heilung im Fokus, sondern vielmehr die Qualität des gesamten Pflegeverlaufs. Im Englischen heisst es „Professional Pride“ oder „Professional Ambition“ – also auf ein bestimmtes Ziel gerichtetes berufliches Streben.“

Es geht hierbei in erster Linie, um eine persönliche Haltung zum Beruf und dann um eine gezielte Berufspolitik die sich aus dieser Haltung entwickeln kann.

Ich habe mir das Buch bereits bestellt und bin gespannt auf den vollen Inhalt. Aufgrund der vielen Gespräche, die ich sowohl mit Pflegekräften als auch mit Berufsfremden geführt habe, würde ich mir wünschen, dass dieser Impuls aufgenommen und umgesetzt wird, um der Sprachlosigkeit, die auf diesem Gebiet häufig immer noch herrscht etwas entgegenzusetzen und in unserer Gesellschaft, mehr als nur für seinen Beruf einzustehen, sondern auch zu zeigen, was genau er für unsere Gesellschaft eigentlich bedeutet.

In diesem Sinne eine gute Zeit &

Bleiben Sie gesund

Ihre Lisa Ruchnewitz

 

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