Der perfekte Auszubildende in der Pflege – Solche und Solche…?!

Praxisanleitung 3.0 –Gedanken und Fragen zu den Änderungen

Neulich nach einer Fortbildung die ich hielt, saßen wir noch etwas zusammen mit ungefähr zehn Fachkräften und es entbrannte aus einem vorher besprochenen Anlass ein Gespräch über die Situation der Pflege, über Patienten und über: Auszubildende.

 

[box]

Inhaltsverzeichnis:

  1. „Rundumblick“ bei den Auszubildenden
  2. Der „perfekte Auszubildende“
  3. Jeder Auszubildende benötigt Zeit um sich zu entwickeln

Lesezeit: 4 Minute / 652 Wörter

[/box]

 

„Rundumblick“ bei den Auszubildenden

 

Schon häufiger gehört in der letzten Zeit, ist in diesem Kontext der Satz: „Irgendwie fehlt da jetzt so häufig der „Rundumblick“ bei den Auszubildenden. Alle möchten an medizinische Geräte, verantwortungsvolle medizinische Tätigkeiten übernehmen und Entscheidungen treffen dürfen und die gute alten „Krankenbeobachtung“ und das Wohlbefinden des Menschen der einem da so völlig ausgeliefert ist, wird so wenig als wichtig betrachtet und dabei ist es doch genau das, was diesen Beruf ausmacht.

Der „Rundumblick“. Hm. Ich habe im Anschluss länger darüber nachgedacht und mit einer ehemaligen Kollegin darüber gesprochen, die schon lange Auszubildende begleitet und habe sie gefragt, ob sie das auch so sieht und ob sich faktisch etwas verändert hat ihrer Meinung nach, oder ob das nur ein allgemeines Gefühl ist.

Sie überlegte kurz und sagte dann: „Es gibt schon immer Solche und Solche. Diejenigen, die den Beruf lieben und Diejenigen die die Menschen lieben und Diejenigen die es schaffen beides zu verbinden.

Damit ein Auszubildender den „Rundumblick“ entwickeln kann, muss er zur Letzteren Spezies gehören und irgendwann seinen Blick auf den Menschen in seiner Gesamtheit verbinden mit seinem Fachwissen um daraus verantwortungsvolle Entscheidungen mit dem Patienten/Klienten/Bewohner treffen zu können.

Dies geschieht aber nicht aus dem Nichts und nicht losgelöst aus einem Kontext aus Fachkräften die nichts Besseres vorleben.

 

Der „perfekte Auszubildende“

Was wäre denn der „perfekte Auszubildende“? Wird es mit der neuen Pflegeausbildung einfacher Auszubildende dorthin zu begleiten, weil mit der Kompetenzorientierung genauer hingeschaut werden kann auf Eignung und Fähigkeiten?

Sollten sich alle Pflegefachkräfte nicht auch ein Stückweit fragen, was ihre Rolle zum Thema „Rundumblick“ ist?

Welche Haltung gegenüber Patienten/Klienten/Bewohnern vermitteln wir Fachkräfte denn im täglichen Arbeitsalltag? Wieviel davon spiegelt ein Auszubildender wieder und wieviel ist seine eigene Haltung? Fragen über Fragen und es nicht leicht alles ganz klar zu beantworten.

Aber einmal weiter geträumt. Wie ist er denn, der „perfekte Auszubildende“? Aufmerksam mit Blick über den Tellerrand, dem Rundumblick für das Befinden des Patienten, die Umgebung und die Tätigkeiten die noch getan werden müssen. Fachlich dem Ausbildungsstand entsprechend, schnell lernend mit guter Auffassungsgabe, einer entsprechenden Haltung zum eigenen Beruf, ethischen Prinzipien, einer sehr guten Reflexionsfähigkeit und einem festen Ziel vor Augen?!

Ein schöner Gedanke. Aber nicht nur unrealistisch, sondern auch noch vermessen. Es geht doch um Wachstum und Entwicklung und hier starten Auszubildende ja auch aus völlig unterschiedlichen Positionen.

Auch ich bin so eine „Rundumblickverfechterin“. Ich finde es sehr wichtig Auszubildenden eine Haltung zum Beruf zu vermitteln, die über das Bedienen anspruchsvoller medizinscher Gerätschaften hinausgeht und den Menschen im Fokus hat.

 

Jeder Auszubildende benötigt Zeit um sich zu entwickeln

Bei den ganzen Diskussionen und Gesprächen über Auszubildende und meinen eigenen Erfahrungen auch als Lehrerin bin ich aber mal wieder zu dem Schluss gekommen, dass es ohne „uns“ nicht geht und dass jeder Auszubildende das Recht hat und Zeit benötigt um sich zu entwickeln, als Mensch, als Auszubildender, als „Rundumblicker“. Wenn wir ganz ehrlich sind, haben die meisten von uns diese Zeit ebenfalls gehabt und gebraucht umso arbeiten zu können, wie wir es von unseren Auszubildenden von Beginn an erwarten.

Dies ist kein Plädoyer für unempathische, unachtsame Auszubildende, denen ihre Patienten egal sind (auch die gibt es und die haben in der Pflege sicher nichts zu suchen), sondern eher ein Anstoß für Fachkräfte und ins besondere Praxisanleiter, die sich etwas von ihren Auszubildenden wünschen, was sie selber zu geben und vorzuleben in der Lage sein sollten.

Die neue Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau/Pflegefachmann, plant zumindest auf dem Papier diesen „Rundumblick“ mit ein (Siehe Kompetenzbereiche), nun ist es unsere Aufgabe dies mit Leben zu füllen oder?!

In diesem Sinne eine gute Zeit

Ihre Lisa Ruchnewitz

 

[box]

Unser Angebot

Darüber haben wir uns eingehend Gedanken gemacht! Und mehrere Möglichkeiten entwickelt. Erst einmal sollte man sich auseinandersetzen mit den Rahmenbedingungen der neuen Pflegeausbildung. Hierfür haben wir Webinare und einen E-learning-Kurs zum Thema konzipiert, um Sie als Praxisanleiter auf den neuesten Stand zu bringen. Von dort aus möchten wir Sie abholen um Sie auch in der Umsetzung begleiten zu können.

Es ist ein enormer Unterschied, ob man einen drei Tageskurs besucht in dem einem die Inhalte nahegebracht werden und man dann zurück in der Praxis alleine in die Umsetzung muss, oder aber ob man gemeinsam Inhalte erarbeitet, die Möglichkeit hat sich auszutauschen mit anderen Praxisanleitungen verschiedener Bereiche und dann in der Umsetzung begleitet wird, Fragen stellen kann, und aktuelle Themen gemeinsam bearbeitet.

Deshalb haben wir ein Jahresprogramm entwickelt, bei dem genau das möglich ist.

https://klickehier.com/online-ausbildung-jahresprogramm

Schauen Sie es sich an. Es lebt erst mit Ihnen und umso mehr Praxisanleitungen diese innovative Möglichkeit nutzen, desto größer wird der Mehrwert für alle, denn der Austausch über möglichst viele Themen und Bereiche fördert den Wissenserwerb und die Auseinandersetzung und damit auch den Erfolg in der Umsetzung!

Viel Freude und einen guten Start mit der neuen Ausbildung

Ihr Team von Höher Management

[/box]

Scroll to Top