Die fünf großen seelischen Bedürfnisse nach Kitwood – Verhalten verstehen

Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir bereits einen Artikel zur person-zentrierten Pflege und ebenfalls ein Webinar, in dem noch einmal konkret auf diesen Aspekt eingegangen wurde. Dabei haben wir uns aber im speziellen mit den 12 positiven Interaktionen beschäftigt. Um das ganze noch einmal zu erweitern und zu vervollständigen möchte ich einen kurzen Blick auf die fünf großen seelischen Bedürfnisse nach Kitwood werfen, denn das Verständnis um diese Bedürfnisse kann es erheblich erleichtern, das Verhalten von Menschen im allgemeinen aber natürlich von zu Pflegenden in der beruflichen Perspektive zu verstehen.

Nach Kitwood, bestehen bei allen Menschen fünf große, einander überschneidende seelische Bedürfnisse, die sich im zentralen Bedürfnis nach Liebe vereinen, wobei die Grenzen hier fließend sind.

(Quelle siehe Abbildung)

Diese Bedürfnisse sind meistens nicht im Verhalten des Menschen sichtbar, da sie entweder ausreichend kompensiert sind oder befriedigt. Wenn einzelne Bedürfnisse nicht mehr kompensiert werden können, treten sie mit Macht hervor. Menschen mit psychischen Erkrankungen- überhaupt Menschen die in ihrem Denken und Fühlen beeinträchtigt sind und/oder verwirrt, sind weniger bis gar nicht in der Lage, für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse selbst zu sorgen und benötigen wissende Unterstützung. Wenn es hierbei gelingt eines der Hauptbedürfnisse zu befriedigen, dann hat das auch eine positive Auswirkung auf die übrigen Bedürfnisse.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie ein nicht erfülltes Bedürfnis wahrgenommen werden kann und die Person dann entsprechend unterstützt werden kann. Hierbei geht es um aufmerksame Beobachtung spezieller Symptome, die erkannt und zugeordnet werden müssen. Empathisches Einfühlen ist hier gefragt und es ist zu beachten, dass das Symptom nicht zwingend ein eindeutiges Signal sein muss.

Im zugehörigen Podcast, erläutere ich in einem kurzen Überblick „Symptome“ und Unterstützungsangebote.

Viel Spaß beim Zuhören und

Bleiben Sie gesund!

Ihre Lisa Ruchnewitz

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