Gesundheitskompetenz

Im heutigen Blogartikel, möchte ich eine interessante Broschüre vom DBfK vorstellen. Es geht um Gesundheitskompetenz. Was verbirgt sich dahinter?

 

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist Gesundheitskompetenz?
  2. Zuverlässig Entscheidungen treffen können
  3. Ziel der Broschüre

Lesezeit: 5 Minute / 707 Wörter

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Was ist Gesundheitskompetenz?

Das Wort Gesundheitskompetenz, ist bisher ja eher nicht so präsent aber wenn wir uns allein das Wort anschauen, wäre wohl die erste Assoziation, die uns dazu einfällt:

Gesundheitskompetenz = Die Kompetenz uns (und andere Menschen) gesund zu erhalten?

Hat es also etwas mit Prävention zu tun? Ja auch!  Es geht um die Fähigkeit  gesundheitsbezogene Information zu finden, zu verstehen, zu  beurteilen und  zu nutzen und das wiederum ist eine wichtige Grundlage für einen besseren Umgang mit der eigenen Gesundheit und Krankheit und ihren Folgen.

Eine umfassende Definition findet sich ebenfalls in der Broschüre:

„„Gesundheitskompetenz basiert auf allgemeiner Literalität und umfasst das Wissen, die Motivation und die Fähigkeiten von Menschen, relevante Gesundheitsinformationen in unterschiedlicher Form zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um im Alltag in den Bereichen der Krankheitsbewältigung/- versorgung, Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung Urteile fällen und Entscheidungen treffen zu können, die ihre Lebensqualität während des gesamten Lebensverlaufs erhalten oder verbessern.“ (Schaeffer D, Ewers M, Horn A, Büker C, Gille S, Wagner F, Weskamm A (2020): Kurzinformation für Pflegefachpersonen. Herausgegeben von Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz (NAP): Berlin: DBfK / NAP)

Es geht also auch um Aufklärung, Informationsweitergabe, Mündigkeit, alles Themen die ethische Relevanz haben und einen großen Teil der professionellen Pflege ausmachen und sich auch immer mehr dort wiederfinden.

 

Zuverlässig Entscheidungen treffen können

Aufgrund der Tatsache, dass unsere Welt immer komplexer wird, die Digitalisierung allerhand Möglichkeiten bietet und bei allem Vorteil auch der Nachteil der Unübersichtlichkeit besteht und auch eine Menge fragwürdige, fehlerhafte Quellen, Informationen und Angebote existieren, brauchen Menschen um fundiert Entscheidungen fällen zu können und sich nicht allein auf ihr Bauchgefühl oder Hörensagen verlassen zu müssen, zuverlässige Information und die Fähigkeit, diese zur Entscheidungsfindung nutzen zu können. „Dabei ist zu bedenken, dass Pflegebedürftige sich aufgrund der Einschränkungen ihrer gesundheitlichen Autonomie in einer verletzlichen Situation befinden und die Unterstützung anderer benötigen – auch beim Umgang mit Informationen“.(ebda.)

„Die Ermittlung und Förderung von Gesundheitskompetenz muss deshalb für alle Gesundheitsprofessionen selbstverständlicher Bestandteil des eigenen Handelns werden. Bei der Mehrzahl von kranken und pflegebedürftigen Menschen sind es Pflegefachpersonen, die die meiste Kontaktzeit mit ihnen und auch den intensivsten Lebensweltbezug haben. Das sind wichtige Voraussetzungen, um einen realitätsnahen Eindruck von deren Gesundheitskompetenz zu gewinnen. Zugleich ermöglicht dies, Zugang zu finden und Gesundheitskompetenz wirksam zu stärken. Eine große Herausforderung ist, dass Gesundheitskompetenz und der professionelle Umgang mit dem Thema in der Versorgungs- und Pflegepraxis noch keineswegs selbstverständlich sind. In der Aus- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe wird dieses Thema noch nicht regelmäßig bearbeitet. Hier besteht deutlicher Nachholbedarf. Eine weitere Herausforderung stellen die aktuellen Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit“ (Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe).

 

Ziel der Broschüre

Das Ziel der Broschüre wird wie folgt von Franz Wagner beschrieben:

„Mit der vorliegenden Broschüre wollen wir Pflegefachpersonen für das Thema Gesundheitskompetenz sensibilisieren. Wir wollen erreichen, dass sie die Stärkung von Gesundheitskompetenz als ihren ureigenen professionellen Auftrag verstehen. Zugleich möchten wir ihnen einige Instrumente an die Hand geben, um Menschen, denen sie im Pflege- und Versorgungsalltag begegnen, auf dem Weg zu einer besseren Gesundheitskompetenz zu unterstützen.“

Das Thema ist sehr komplex, weil es so viele Variablen mit einbezieht und man nicht vergessen darf, das es auch hier immer wieder an Grenzen stoßen wird (z.B. bei Psychische Erkrankungen o.a.), aber es ist ein wichtiger Schritt zu sensibilisieren und aufmerksam zu machen, auf Problematiken die unweigerlich auftreten gerade aufgrund der Komplexität der heutigen Situation.

In der Broschüre finden sich praktische Tipps zur Förderung der Gesundheitskompetenz und wem die „Rund-herum-Informationen“ zu viel sind, dem kann ich empfehlen sich die einmal anzuschauen, sie sind sehr hilfreich im täglichen Pflegealltag oder überhaupt im Umgang mit Patienten oder generell mit Menschen, die beraten werden (müssen).

Wer Interesse hat, dieses Thema noch weiter zu vertiefen und eine kurze Fortbildung/Webinar oder Weiteres dazu wünscht, kann dies gerne per Mail mit einer kurzen Nachricht an uns mitteilen, wir werden dann entsprechend auf Sie zukommen.

Viel Freude, eine interessante Lektüre und bis zum nächsten Mal

Ihr Team von Höher Management

 

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Link zur Broschüre

https://www.dbfk.de/media/docs/download/Allgemein/Gesundheitskompetenz-Broschuere.pdf

 

Möchten Sie mehr zum Thema Gesundheitskompetenz erfahren? Dann kontaktieren Sie uns über folgende E-Mail.

info@hoeher-akademie.de

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