Integration der neuen Pflegeausbildung in den Arbeitsalltag

Dieser Monat ist Blogartikelmäßig sehr Praxisanleiter –lastig. Dies liegt zum Einen, am Beginn der neuen Pflegeausbildung und den ganzen Fragen, die sich hier heraus ergeben und zum Anderen, an unserem Praxisanleiter- Refresh, der ganz tolle Gruppen und Teilnehmer hat, die im Vorfeld auch schon Fragen geschickt haben und sich Gedanken gemacht haben, was genau sie wissen möchten und an Informationen brauchen.

Einige Fragen haben wir bereits bearbeitet und in Kursen oder im Austausch beantwortet und einige Impulse gibt es in Blogartikeln und Podcastfolgen.

Die Frage danach, wie man die neue Pflegeausbildung in den Arbeitsalltag integriert ist natürlich in sich sehr komplex, so dass es hier nur darum gehen kann, einmal zu schauen, was das überhaupt bedeuten kann.

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann bringt zwar einiges an neuen Strukturen mit sich, aber letztendlich, mussten wir ja auch die „alten Ausbildungen“ in den Arbeitsalltag integrieren und Diesen so gestalten, dass der Auszubildende etwas lernt. Und zwar möglichst das Richtige zur richtigen Zeit.

Die Herausforderung jetzt, ist sicherlich noch der Umgang und die gute Kommunikation die Lernortkooperation betreffend. Das heißt es muss eine gute Abstimmung erfolgen, mit allen weiteren Bereichen. Der Ausbildungsort hat einen betrieblichen Ausbildungsplan, der sich auf den Rahmenlehrplan stützt und so ist für alle klar erkennbar, was gerade wann dran ist. 10% Anleitungszeit durch den Praxisanleiter pro Praxiseinsatz müssen untergebracht werden und dies ist machbar wenn man die unterschiedlichen Lernsettings berücksichtigt die es gibt und im Vorfeld gut plant, d.h. sich sowohl mit dem Ausbildungsplan auseinandersetzt, als auch Lernsituationen plant und Erwartungen  und Aufgaben von allen Seiten kommuniziert. Vor allem muss aber in der ganzen Einrichtung die Grundhaltung zum Thema Ausbildung geklärt sein und der Stellenwert, den die Ausbildung haben soll auch transparent gemacht werden.

Es geht also um eine gute Organisation in den Bereichen Lernortkooperation, Beurteilung, Methodik des Anleitens, Ausbildungskonzept und Ausbildungspläne gestalten.

Da diese Struktur ja für alle Einrichtungen und Bereiche quasi „gleich neu“ ist, gilt es hier auch voneinander und miteinander zu lernen. Hier jetzt eine allgemeingültige Antwort auf die Frage zu geben, wie es gelingt, die neue Pflegeausbildung in den Arbeitsalltag zu integrieren zu geben, ist unmöglich, denn erst einmal muss es Erfahrungswerte geben, um das letztendlich beantworten zu können. Aber, es kann eine Richtung geben. Diese Richtung ist, sich die genannten Aspekte anzuschauen, im Team und in der Einrichtung so transparent es geht zu kommunizieren und dann die einzelnen Dinge zu entwickeln.

Der Hinweis auf die unterschiedlichen Lernsettings ist denke ich ein ganz wichtiger, denn Lernzeiten geschickt und effektiv für die Station/den Wohnbereich und den Schüler gleichermaßen gewinnbringend zu gestalten ist dann möglich, wenn Flexibilität und pädagogisches Geschick aufeinandertreffen. (Schauen Sie sich hierfür vielleicht einmal die Checkliste zur Kompetenzorientierten Praxisanleitung in unserem Downloadbereich an).

Weitere Aspekte zu diesem Thema werden wir uns in den nächsten Wochen auf verschiedenen Plattformen weiter anschauen.

In diesem Sinne viel Freude beim Lernen und Lesen

Bleiben Sie gesund

Ihre Lisa Ruchnewitz

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