Mentaltechniken für den Alltag 3

Mentaltechniken für den Alltag 3

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Mein heutiger Beitrag zur Blogreihe ist etwas ausführlicher als die ersten Beiträge.

Ich möchte Ihnen heute die Imagination vorstellen.

Sicher kennen Sie folgendes Zitat

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

Dieses Zitat mach vor allem deutlich, dass Bilder einen sehr großen Einfluss auf Menschen hat (gerade auch in Unterbewusstsein.)

Wie auch Paul Ekman in seinem (sehr lesenswerten Buch) „Gefühle lesen“ aufzeigt, können Bilder bei Menschen Gefühle auslösen und somit entsprechende Bewertungsmuster/-mechanismen anstoßen die unser Unterbewusstsein zusätzlich verstärken.

 

Imagination

Aber kommen wir nun zum eigentlichen Thema: Was bedeutet Imagination?
Sehen wir uns also erste einmal das Wort genauer an. Das Wort „Imagination“ leitet sich von dem lateinischen Wort „imago“ ab, was wörtlich übersetzt Bild bedeutet.

Schlägt man das Wort im Duden nach findet man als Begriffsbedeutung: Fantasie, Einbildungskraft, bildhaftes Denken (Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Imagination, 31.08.2016)

D.h. unter Imagination wird die psychologische Fähigkeit verstanden, sich Situationen, Vorgänge, Gegenstände und Personen mittels visueller Vorstellung als Bilder im Geiste zu entwickeln.

Ganz wichtig dabei: jede bildhafte Vorstellung, die Sie in sich tragen, hat das Bestreben sich zu verwirklichen. Ganz gleich,
ob es sich bei der Vorstellung um ein positives oder negatives Bild handelt.

Ihre Imaginationsfähigkeit müssen Sie, wie bei allen anderen bisher vorgestellten Techniken zunächst trainieren.

Folgende Schritte habe ich dem E-Book von Norman Bücher „Mentale Stärke“ entnommen, da ich diese für sehr lohnenswert Erachte. Sie können dieses E-Book in unserer E-Library herunterladen. (Der Zugang zur E-Library ist nur Premium-Mitgliedern möglich)

 

1. Schritt: Vorstellung von Farben

Stellen Sie sich bitte einen Gegenstand vor, der typisch für eine bestimmte Farbe steht, zum Beispiel ein Feuerwehrauto für die Farbe rot, ein blauer Himmel für blau, eine Zitrone für gelb.

In diesem ersten Schritt ist es noch nicht so wichtig, den Gegenstand deutlich zu erkennen, sondern vielmehr, dass Sie sich durch den Gegenstand die Farbe sehr deutlich vor Ihrem geistigen Auge vorstellen können.

 

2. Schritt: Vorstellung von konkreten Gegenständen

Sobald Sie die Farbvorstellung beherrschen, gehen Sie über in die Imagination von konkreten Gegenständen. Wählen Sie einen einfachen Gegenstand aus, zum Beispiel ein Glas oder ein Buch. Betrachten Sie zunächst Ihren ausgewählten Gegenstand mit offenen Augen sehr genau.

Konzentrieren Sie sich vorerst auf die Form des Gegenstands. Schließen Sie dann die Augen und versuchen Sie, den Gegenstand naturgetreu auf Ihrem geistigen Auge zu sehen. Wenn Sie dabei Schwierigkeiten haben, können Sie den Gegenstand ruhig noch einmal genau anschauen.

Wiederholen Sie diesen Wechsel Anschauen und Vorstellen, bis Sie bei geschlossenen Augen ein plastisches Bild Ihres Gegenstands bekommen. Dehnen Sie mit der Zeit Ihre Imaginationsfähigkeit auch auf andere Eigenschaften der Gegenstände aus: das Gewicht, die Konsistenz, den Geruch.

Wenn Sie sich beispielsweise einen Apfel vorstellen, sollten Sie nicht nur sein leuchtendes Rot oder Grün wahrnehmen, sondern auch wie schwer der Apfel ist, wie er riecht und wie er sich konkret anfühlt. Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen wollen, können Sie auch beginnen den Apfel in Ihrer Vorstellung zu schälen.

 

3. Schritt: Vorstellung von erdachten Gegenständen

In diesem Schritt geht es darum, Gegenstände zu sehen, für die Sie keine Vorlage haben. Wählen Sie dazu bitte einen Gegenstand aus, der sich nicht in Ihrer unmittelbaren Nähe befindet, also einen erdachten Gegenstand, und bestimmen Sie zunächst, welche Eigenschaften dieser Gegenstand haben soll.

Stellen Sie sich dann diese Eigenschaften Schritt für Schritt vor. Zunächst die Form, dann die Farbe, die Konsistenz und so weiter. Gehen Sie von einfachen, konkreten Gegenständen aus, dann aber zur Vorstellung unwirklicher Gegenstände. Lassen Sie beispielsweise in Ihrer Vorstellung völlig unbekannte Fabeltiere entstehen: Rüsseltiere mit acht Beinen. Wichtig dabei ist, dass Ihre Imaginationsfähigkeit Ihrem Willen vollständig und schnell gehorcht, was auch immer Sie sich vorstellen mögen. Versuchen Sie in einem weiteren Schritt, bestimmte Eigenschaften der vorgestellten Gegenstände zu verändern. Aus einer grünen wird beispielsweise eine blaue Wiese oder stellen Sie sich einen Pfirsich vor, der Erdbeerduft verströmt.

 

4. Schritt: Vorstellung von realen Handlungsabläufen

Im vierten Schritt lassen wir aus den bisher starren Bildern bewegte werden. Bewegte Bilder beziehungsweise Filme haben einen wesentlich stärkeren Einfluss auf unser Unterbewusstsein als starre, unbewegliche Bilder. Lassen Sie beispielsweise Ihren heutigen Tag nochmals Revue passieren. Versetzen Sie sich in den heutigen Morgen zurück. Erleben Sie den heutigen Tagesbeginn nochmals mit all Ihren Sinnen. Können Sie sehen, wie Sie aufstehen, spüren Sie den Teppich unter Ihren nackten Füßen? Riechen Sie den frischen Duft Ihres Kaffees und schmecken Sie das köstliche Müsli, das Sie eingenommen haben?

 

5. Schritt: Vorstellung von erdachten Handlungsabläufen

Im fünften Schritt geht es um die Imagination erdachter Handlungsabläufe. Die Vorstellung erdachter Handlungsabläufe sollte so lebendig und überzeugend wie ein Film sein, den Sie sich anschauen beziehungsweise in dem Sie mitspielen.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, wie Sie einen Fremden begrüßen. Sehen Sie innerlich, wie Ihnen dieser die Hand entgegenstreckt, wie Sie diese Hand ergreifen und Ihr Gegenüber mit ein paar freundlichen Worten begrüßen. Wie sieht dieser Fremde aus? Trägt er einen Anzug oder ist er eher leger bekleidet? Riecht er eher angenehm oder unangenehm? Jedes Detail dieses Zusammentreffens sollte ganz klar vor Ihrem geistigen Auge zu sehen sein.

Viel Spass beim Trainieren und bis zum nächsten Eintrag.


Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Imagination, 31.08.2016
Quelle: Norman Bücher, Mentale Stärke,Norman Bücher & Ventus Publishing ApS, ISBN 978-87-403-0093-2[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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