Nutze alle Sinne um Lernstrategien zu entwickeln

Nutze alle Sinne um Lernstrategien zu entwickeln

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Erst letzte Woche habe ich wieder Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule lernen sehen und dachte mir: Dies ist nicht gerade die richtige Umgebung, um Lernstrategien verwirklichen zu können und den Lernstoff auch langfristig behalten zu können. Mir ist noch aufgefallen: Trotz erheblicher Weiterentwicklung der Medien sind viele Schulbücher so schlecht gedruckt wie früher – die Anwendung moderner Lern- und Gedächtnismethoden ist nicht sehr weit verbreitet. Ich dachte ein bisschen nach und überlegte mir wann und wie ich für mich das Lernen verändert habe. Gut: Die Werkzeuge und Tools sind nicht mehr Up-to-date, aber einige Grundregeln lassen sich durchaus auch auf das Lernen heute übertragen. 

 

Wiederholen, grafische Darstellung und Übertragen machen den Meister

In vielen Fächern wie Mathematik, Biologie oder auch beim Sprachen lernen geht es auch um Zusammenhänge oder Gesetze, die von einem Beispiel auf ein anderes übertragen werden können. Wenn Du Dir eine Formel also nur ansiehst und nicht selbst wirklich damit arbeitest, dann wirst Du den Stoff nicht wirklich verstehen und anwenden können. Denke einmal an erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler. Diese wiederholen etwas so häufig bis sie es wirklich können: Sei es ein Fallrückzieher im Fußball oder der Speerwurf in der Leichtathletik.

Sehe Deine Mathematik- oder Biologie-Aufgaben deshalb nicht als unüberwindbare Hürde an. Sondern beginne an diesen zu arbeiten und diese möglichst mit allen Sinnen zu begreifen und nachzuvollziehen. Lese Dir den Stoff deshalb nicht nur einfach durch, sondern beginne diesen neu zusammenzustellen: Befasse Dich mal mit dem Thema “Mindmaps” – bei denen sich auch mit Freeware neue Gedächtnislandkarten zusammenstellen lassen.

Oder noch besser: Überlege Dir wie Du selbst in aller Ruhe und auch Konzentration die Zusammenhänge mit Pfeilen, Quadraten oder auch weitere Zusammenhänge darstellen kannst. Dann verfügst Du neben dem reinen Schriftbild über etwas, was sich wirklich einprägen lässt.Lese Dir die Grafiken oder Pläne in unterschiedlicher Richtung und mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch. Die Wiederholung hilft dabei, dass sich das Erlernte wirklich verfestigt. Du wirst schnell feststellen, ob Du besser mit Grafiken und Optik lernst oder eher der Mensch bist, der auf das gesprochen Wort reagiert. Behältst Du den Stoff besser, wenn er vorgetragen oder vorgelesen wird, dann solltest Du mit einem Mitschüler Vokabeln, die wichtigsten Fakten oder das Wissen gemeinsam durchgehen. Vielleicht auch gegenseitig und nur für Euch in die Form eines Referats gießen, um mehr Informationen aus Büchern oder der Bibliothek zu bekommen.

Konzentrieren und fokussieren ist eine Lernstrategie

Erstaunlicherweise fällt es sehr vielen Schülern schwer, dem Unterricht zu folgen und damit gute Noten zu erzielen. Der wachsende Markt der Nachhilfe zeigt: Es gibt Verbesserungsbedarf bei den Schülern. Eine Möglichkeit besteht darin eine Lernstrategie der Konzentration und der Fokussierung zu entwickeln. Viel zu viele Schüler empfinden den Lernstoff als langweilig und setzen sich kein Lernziel. Anstatt beispielsweise 20 oder 30 neue Vokabeln zu lernen setzen sie sich einen festen Zeitabschnitt von einer Stunde ins Jugendzimmer und hören vielleicht gleichzeitig Musik, chatten oder senden SMS.

Die Lernstrategie des Konzentrierens und Fokussierens besteht darin, Dein Ziel möglichst schnell zu erreichen anstatt eine vorher festgelegte Zeitmenge möglichst bequem zu verbringen. Der eigentlich gut gemeinte Rat Deiner Eltern, noch “eine Stunde lernen” zu gehen verpufft dann irgendwie sehr schnell. Stattdessen sollten Du als Schüler und Deine Eltern kleine Zwischenziele setzen. Sind diese erreicht, so kann die Freizeit früher beginnen. So gewöhnst Du Dich auch an die Kostbarkeit der Zeit, was im späteren Leben als Begleiter auch sehr nützlich sein kann. Dein Gehirn und Deine Sinne dürfen nicht durch zig Reize zu überfordert werden. Diesen Teil könnte man so zusammenfassen, dass Musik und Medien das Gelernte nicht “überbrüllen” dürfen und dass Du mit Stille und Konzentration wesentlich mehr erreichen lässt.

In diesem Sinne wird es deinen Lernerfolg auch steigern, wenn Du nicht bis zur letzten Minute vor Beginn der Schulstunde laut Musik hörst oder die Medien intensiv nutzt.

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