Praxisanleiterausbildung 2020 Teil 3 „Die Ausbildungsmethoden“

In diesem dritten Blogbeitrag wollen wir uns einmal anschauen wie Lernangebote gestaltet werden sollten.

 

 

Die Ausbildungsmethoden

Es geht also um die didaktischen und methodischen Aufbereitungen von Lern/-und Arbeitsprozessen, um die beruflichen Kompetenzen so zu erwerben wie es die Ausbildungs-und Prüfungsverordnung vorsieht.

In der Weiterbildung zur Praxisanleitung sollten diese Möglichkeiten auch vermittelt und geübt werden.

Ausbildung ist nicht nur „Vormachen“ und Nachmachen“ also Demonstration und Imitation, sondern vielmehr ein kreativer Prozess, der es den Auszubildenden ermöglichen soll sich auch nach dem erfolgreichen Abschluss noch neues Wissen zu erschließen und anzueignen. Es geht in erster Hinsicht um Transfermöglichkeiten die geschaffen werden müssen um Gelerntes auch auf neue Situationen anwenden zu können.

 

Kompetenzen entwickeln –  Problem- und erfahrungsorientiertes Lernen

Um Kompetenzen entwickeln zu können, braucht man problemorientiertes und –erfahrungsorientiertes Lernen, damit selbstgesteuerte und eigenverantwortliche Lernprozesse gefördert werden. „Zentrale Anliegen sind die Weiterentwicklung von personenbezogenen Fähigkeiten wie Mündigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Reflexionsfähigkeit und Kreativität“ (Praxisanleitung nach der neuen Pflegeausbildung 2019, Knoch S.55).

Sehr gut zusammengefasst wird das im Folgenden (siehe ebda. S. 54):

 

Wie Lernangebote gestalten und strukturiert werden

Lernangebote sollten so gestaltet und strukturiert werden, dass:

  • Sie Auszubildende ernst nehmen, ihre Lebenserfahrungen und Lerninteressen berücksichtigen und an Vorwissen und Voreinstellungen anknüpfen (Subjektorientierung).
  • Der Problemgehalt erkennbar werden kann (Problemorientierung).
  • Die Lernenden vielfältige Gelegenheiten zu einem aktiv-handelnden Umgang erhalten (Handlungsorientierung)
  • Das angebotene Wissen und der methodische Umgang mit diesem an den jeweiligen Bezugswissenschaftenorientiert sind, was besonders bei der Ausbildung Studierender von Bedeutung ist (Wissenschaftsorientierung)
  • An konkreten Einzelbeispielen verallgemeinerbare Erkenntnisse gewonnen

Werden können (Exemplarik)

Die Arbeit mit Handlungssituationen und das Herunterbrechen auf Lernsituationen bieten sich in diesem Bereich an. Hierzu werden Aufgabenstellungen oder Probleme formuliert und die Auszubildenden werden entsprechend begleitet.

Genauer werden wir uns im Webinar einmal anschauen, wie man als Praxisanleitung Lernsituationen erstellt.

Der Bereich der Methoden erfordert sowohl pädagogische Kompetenzen die in der Weiterbildung erworben werden, als auch Wissen und Erfahrung, sowie einen hohen Anteil an Reflexionsfähigkeit. Frei nach Heraklit es schon passend gesagt hat, „Es geht nicht darum einen leeren Eimer zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen.“ Es geht also auch darum seine Persönlichkeit als Anleiter einzubringen um Begeisterung am eigenen Beruf vorzuleben und damit einen Ansporn zu geben, zu lernen um auch einem Vorbild nachzueifern.

In diesem Sinne noch eine angenehme Woche und bis zum nächsten Beitrag

Ihre Lisa Ruchnewitz

 

 

 

Lisa Ruchnewitz

Autor: Lisa Ruchnewitz

Lisa Ruchnewitz, exam. Altenpflegerin, Pflegedienstleitung (Leitende Pflegefachkraft), ICW Wundexpertin, Diplom Pflegepädagogin, Entspannungspädagogin, med. Fußpflege in Ausbildung. In meiner Pflegelaufbahn die seit ca. 20 Jahren andauert, habe ich in vielen verschiedenen Bereichen in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet. Ich kenne die Pflege aus der Perspektive einer Auszubildenden über die Arbeit als Leitungskraft für eine Tagespflege und eine stationäre Pflegeeinrichtung, bis hin zur Lehrerin für Pflege und Dozentin in der Fort-und Weiterbildung. In meinen unterschiedlichen Fachfortbildungen habe ich zusätzliches Wissen erworben um auch im Unterricht nah an der Basis bleiben zu können. Auch jetzt habe ich den Kontakt zu Dieser nicht verloren und mache kleine Ausflüge in die ambulante Pflege hin und wieder.   Fachthemen die mir immer wieder besonders am Herzen liegen, sind z.B. die Basale Stimulation, Schmerz, Wunden, Psychohygiene für Pflegefachkräfte, Berufspolitisches und alles im Bereich Ethik in der Pflege.   Ich nehme in den Blogbeiträgen, aktuelle Pflegethemen auf und beleuchte aber auch Themen, die gerne „vergessen“ werden. Es ist mir wichtig, verschieden Perspektiven darzustellen und mich ab und an auch einmal kritisch über die Pflege zu äußern, denn Wachstum ist nur möglich, wenn man die Dinge hinterfragt und Willens ist sich weiterzuentwickeln.   Ich freue mich immer über Anregungen und würde mich freuen immer mal wieder mit Ihnen in den Austausch zu gehen.

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