Praxisanleiterausbildung 2020 Teil 4 „Die Lernortkooperation“

In der neuen Pflegeausbildung ist die Lernortkooperation gewiss keine kleine Herausforderung.

 

 

Die Lernortkooperation

Als Praxisanleitung ist man mit verantwortlich, dass diese reibungslos klappt und verzahnt und zielorientiert Ausbildung mit allen Akteuren gelingt. Dazu gibt es einiges zu bedenken.

Das Pflegeberufegesetz fordert hierzu neben der Abstimmung zwischen Betrieb und Schule zusätzlich die Kooperation des Ausbildungsträgers der praktischen Ausbildung mit weiteren Einsatzorten!

Diese Zusammenarbeit muss mit Kooperationsverträgen geregelt werden.

Die Lernortkooperation ist ein zentrales Element und hat einen Einfluss auf alle Bausteine der Ausbildung, denn die Verknüpfung muss gelingen um eine durchgängig hohe Qualität zu gewährleisten.

Da es wesentlich mehr Lernorte gibt als zuvor in der Ausbildung, erhält die Zusammenarbeit einen besonders bedeutenden Stellenwert.

 

Voraussetzung für eine erfolgreiche Lernortkooperation

Voraussetzung für eine erfolgreiche Lernortkooperation ist es, dass Klarheit geschaffen wird, über die Gegenseitigen Erwartungen, das vertragliche Grundlagen geklärt sind, Kommunikationsstrukturen deutlich gemacht und die Formen der Praxisanleitung und Beratung vereinbart sind. Im besten Falle gibt es gemeinsame Arbeitstreffen um in gutem Kontakt zu bleiben und transparent die Ausbildung zu gestalten.

Die Inhalte und die Methoden der Ausbildung müssen miteinander abgestimmt werden und ein gegenseitiges Hospitieren würde die Sensibilität für einander fördern und die hohe Transparenz unterstützen.

 

Die Pflegeschule

Die Pflegeschule trägt wie gehabt die Gesamtverantwortung für die Ausbildung. Unterricht und die praktische Ausbildung müssen sowohl inhaltlich als auch organisatorisch aufeinander angestimmt werden und die Schule unterstützt und fördert die praktische Ausbildung durch Praxisbegleitung. (Vgl. Pflegeberufegesetz § 6 und § 10.)

Gerade zu diesem Bereich der Lernortkooperation gibt es einiges an Schulungsbedarf, denn diese Art und Weise des Umgangs damit ist neu und setzt voraus, dass eine Praxisanleitung genau weiß, was ihre Rolle dabei ist und wie sie ihre Kompetenzen hierbei einsetzt.

„Die gesetzlich vorgeschriebene Zusammenarbeit bietet den Kooperationspartnern-Pflegeeinrichtungen und Pflegeschule- die Chance, sich in der gemeinsamen Ausbildung gegenseitig zu ergänzen. Damit verbunden ist aber auch die Verpflichtung, diese Lernortkooperation inhaltlich zu gestalten“ (Praxisanleitung nach der neuen Pflegeausbildung 2019, Knoch, S. 73).

Das beginnt mit der Verständigung über grundlegende Aspekte der neuen Pflegeausbildung z.B. übers Ausbildungsverständnis, organisatorische Rahmenbedingungen, Ausbildungsinhalte und vieles mehr.

Im Webinar schauen wir uns dazu an, wie Lernortkooperation genau aussehen kann und wie die Rolle der Praxisanleitung dabei auszufüllen ist.

Eine gute Woche und bis zum nächsten Beitrag

Ihre Lisa Ruchnewitz

 

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Lisa Ruchnewitz

Autor: Lisa Ruchnewitz

Lisa Ruchnewitz, exam. Altenpflegerin, Pflegedienstleitung (Leitende Pflegefachkraft), ICW Wundexpertin, Diplom Pflegepädagogin, Entspannungspädagogin, med. Fußpflege in Ausbildung. In meiner Pflegelaufbahn die seit ca. 20 Jahren andauert, habe ich in vielen verschiedenen Bereichen in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet. Ich kenne die Pflege aus der Perspektive einer Auszubildenden über die Arbeit als Leitungskraft für eine Tagespflege und eine stationäre Pflegeeinrichtung, bis hin zur Lehrerin für Pflege und Dozentin in der Fort-und Weiterbildung. In meinen unterschiedlichen Fachfortbildungen habe ich zusätzliches Wissen erworben um auch im Unterricht nah an der Basis bleiben zu können. Auch jetzt habe ich den Kontakt zu Dieser nicht verloren und mache kleine Ausflüge in die ambulante Pflege hin und wieder.   Fachthemen die mir immer wieder besonders am Herzen liegen, sind z.B. die Basale Stimulation, Schmerz, Wunden, Psychohygiene für Pflegefachkräfte, Berufspolitisches und alles im Bereich Ethik in der Pflege.   Ich nehme in den Blogbeiträgen, aktuelle Pflegethemen auf und beleuchte aber auch Themen, die gerne „vergessen“ werden. Es ist mir wichtig, verschieden Perspektiven darzustellen und mich ab und an auch einmal kritisch über die Pflege zu äußern, denn Wachstum ist nur möglich, wenn man die Dinge hinterfragt und Willens ist sich weiterzuentwickeln.   Ich freue mich immer über Anregungen und würde mich freuen immer mal wieder mit Ihnen in den Austausch zu gehen.

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